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Vorlage - V 15/0648-01  

 
 
Betreff: Freianlagenplanung Radweg Rheinische Bahn, Abschnitt 3a
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Verfasser:Sabine Noack, Tel. 6116
Federführend:Amt 61 - Amt für Stadtplanung, Bauaufsicht und Stadtentwicklung Beteiligt:Referat I
    Amt 30 - Rats- und Rechtsamt
   Referat III
   Referat VI
Beratungsfolge:
Bezirksvertretung 1 Vorberatung
20.08.2015 
Sitzung der Bezirksvertretung 1 ungeändert beschlossen   
Planungsausschuss Entscheidung
25.08.2015 
Sitzung des Planungsausschusses ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n
Anlagen:
v15_0648_anlage1_Lageplan  
v15_0648_Anlage2_wbp  
v15_0648_Anlage3_Planergruppe_oberhausen  

Beschlussvorschlag:

Der Planungsausschuss beauftragt die Verwaltung, den Entwurf des Büros wbp Landschaftsarchitekten GmbH für den Abschnitt 3a des Radwegs Rheinische Bahn unter Berücksichtigung der konstruktiven und finanziellen Rahmenbedingungen in die Ausführungsplanung einzuarbeiten.


Begründung:

Der städteübergreifende Radweg Rheinische Bahn soll auf der ehemaligen Bahntrasse als regionaler Fuß- und Radweg ausgebaut werden, der vom Duisburger Rheinpark bis ins östlichen Ruhrgebiet reicht. Als überregionaler Radwanderweg wird diese Ost-West-Magistrale zu einem wichtigen Bestandteil des Radwegenetzes des gesamten Ruhrgebiets und des Emscher-Landschaftsparks.

Auf Mülheimer Stadtgebiet wird die querungsfreie Trasse direkt durch die Innenstadt führen und die stadtentwicklungspolitisch bedeutsamen Standorte der im Aufbau befindlichen Hochschule Ruhr West sowie das Gelände der ehemaligen Landesgartenschau mit der neuen Ruhrpromenade samt Hafenbecken und dem zentralen Rathausmarkt und Hauptbahnhof verbinden (Abschnitte 3a, 3b und 3c; siehe Anlage 1). Die Abschnitte 3a, b und c zwischen Hauptbahnhof und Hochschule Ruhr West sollen eine – ihrer Lage angemessene – Gestaltung erfahren und den Besucherinnen und Besuchern die Besonderheiten des Mülheimer Abschnittes verdeutlichen. Dem innerstädtischen Abschnitt 3a, der zum Teil auf den denkmalgeschützten Bahnviadukten verläuft, kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.

Die Umnutzung der Trasse als Radweg im Bereich des Abschnitts 3a (zwischen Hauptbahnhof und Ruhr) ist Teil des Integrierten Innenstadtkonzeptes und wird durch Mittel des Städtebauförderungsprogramms „Soziale Stadt“ und des Regionalverband Ruhr (RVR) umgesetzt. Der städtische Eigenanteil wird durch den RVR übernommen. Die daran anschließenden Abschnitte 3b und c sollen mit Hilfe von Mitteln aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) umgesetzt werden. Die Freianlagenplanung des Abschnitts 3a soll zu einem späteren Zeitpunkt ggf. auf die Abschnitte b und c übertragen werden –hierüber kann momentan jedoch noch kein Beschluss gefasst werden.

Die ehemalige Eigentümerin der Strecke, die Bahnflächenentwicklungsgesellschaft NRW (BEG) hatte für den betreffenden Abschnitt 3a bereits eine Freianlagenplanung erarbeiten lassen, die Grundlage für die Kostenermittlung und die Fördermittelbeantragung war. Einige Bestandteile dieses Entwurfs sind jedoch aus bautechnischen Gründen nicht umsetzbar. Deshalb wurden durch die Stadt Mülheim zwei Landschaftsarchitekten beauftragt, jeweils eine Alternative für diese Freianlagenplanung zu entwickeln.

Die Entwürfe der Landschaftsarchitekten sind als Präsentationspläne mit textlichen Erläuterungen dieser Beschlussvorlage beigefügt (Anlagen 2 und 3). Verwaltungsseitig wurden die Entwürfe geprüft und bewertet, der RVR wurde auf Grund seiner finanziellen Beteiligung in die Bewertung einbezogen.

Die Bewertung ergibt, dass der Entwurf des Büros wbp Landschaftsarchitekten GmbH mit einer durchschnittlichen Punktzahl von 3,3 aus den folgenden Gründen für die Umsetzung geeigneter einzuschätzen ist als der Entwurf des Büros Planergruppe Oberhausen mit 3,2 Punkten (in Bezug auf ein Wertungsspektrum zwischen 1 „trifft nicht zu“ und 4 Punkten „trifft völlig zu“):

Beide Entwürfe werden der prominenten Lage des Abschnitts 3a gerecht.

Der Entwurf des Büros wbp Landschaftsarchitekten GmbH entwickelt seine Stärke zum einen aus funktionierenden und in sich schlüssigen Aufenthaltsbereichen, welche die vorhandene Stadtstruktur aufgreifen und einen Schutz der Nachbarbebauung vor ungewollten Einblicken gewährleisten. Zum anderen greift er mit den gewählten Ausstattungselementen, Biotopfeldern und Materialien die Geschichte der Rheinischen Bahn auf und schafft mit der Dachkonstruktion und der Ausfräsung des Schriftzugs „Mülheim“ einen Identifikationspunkt. Ausschlaggebend für die Auswahl des Entwurfs ist darüber hinaus die gegebene konstruktive und kostenmäßige Umsetzbarkeit. Gegebenenfalls – aus technischen oder kostenmäßigen Gründen - notwendige Änderungen der Entwurfsplanung werden im Zuge der Ausführungsplanung eingearbeitet und als Baubeschluss dem Planungsausschuss vorgelegt.

Näheres wird in der Sitzung vorgetragen.

 


Finanzielle Auswirkungen:

Die Kosten der Planungs- und Bauleistungen werden durch den Regionalverband Ruhr und Landes- bzw. Bundesmittel gedeckt. Die Kosten für die Freianlagen werden mit den übrigen Kostenbedarfen des Gesamtprojektes abgestimmt, wodurch es zu Änderungen kommen kann. Eine Vorfinanzierung durch den städtischen Haushalt muss nicht vorgenommen werden, da der RVR durch seine Vorauszahlungen (1.020.000 € in 2015 und 558.500 € in 2016) eine sichere Finanzierung unabhängig vom Baufortschritt gewährleistet. Die Bewirtschaftung erfolgt über die Finanzstelle PN 1203099617, Finanzposition 785200.

 

 

I.V.

P e t e r  V e r m e u l e n

 


Anlagen:

Anlage 1:              Lageplan

Anlage 2:              Präsentationspläne und textliche Erläuterungen wpb    Landschaftsarchitekten GmbH

Anlage 3:               Präsentationspläne und textliche Erläuterungen Planergruppe Oberhausen

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 v15_0648_anlage1_Lageplan (1327 KB)      
Anlage 2 2 v15_0648_Anlage2_wbp (1611 KB)      
Anlage 3 3 v15_0648_Anlage3_Planergruppe_oberhausen (1331 KB)