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Auszug - Leitbild der Stadt Mülheim an der Ruhr: Ergebnis der Projektarbeit im Projekt Nr. 30 -„Sozial benachteiligte Jugendliche in Sportvereine einbinden - so früh wie möglich und Eltern dadurch unterstützen „   

 
 
Sitzung des Sportausschusses
TOP: Ö 4
Gremium: Sportausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Do, 05.02.2015 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:02 - 17:38 Anlass: turnusmäßige Sitzung gem. Terminplan
Raum: Sitzungsraum B.115
Ort: Historisches Rathaus
V 15/0038-01 Leitbild der Stadt Mülheim an der Ruhr:
Ergebnis der Projektarbeit im Projekt Nr. 30 - „Sozial benachteiligte Jugendliche in Sportvereine einbinden - so früh wie möglich und Eltern dadurch unterstützen„
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verfasser:Herr Gering, Tel.: 1102
Beteiligt:Referat I   
 Referat III  
 Referat V  
 Amt 30 - Rats- und Rechtsamt  
 Amt 52 - Mülheimer SportService  
 
Beschluss
Wortprotokoll

 

 


Beratungsverlauf:

Herr Bachmann (Leitbildpate, Geschäftsführer der medl) hob die gesellschaftspolitische Zielsetzung des Sports hervor, die auch Integrationsaufgaben einschließe. Sport vermittle Freude, Zufriedenheit und Anerkennung - wobei aber auch Regeln einzuhalten seien. Damit seien Vereine prädestiniert, Kinder zu fördern und zu fordern. Hier wolle das Projekt ansetzen und Wege aufzeigen, wie sozial benachteiligte Kinder in Vereine eingebunden werden könnten. Notwendig sei die Ausbildung weiterer Übungsleiter, deren Aus- und Weiterbildungskosten er mit 10 T€/Jahr bezifferte.

Herr Bachmann machte auf das aus seiner Sicht fast optimale umfangreiche Angebot und die zahlreichen Aktionen in Mülheim aufmerksam, die auch dem Jahresbericht Sportentwicklungsplanung 2013/2014 zu entnehmen seien. Nach seiner Einschätzung fehle es lediglich an einer adäquaten Bekanntmachung/ Kommunikation. Für die Erstellung eines Konzeptes, wie die Angebote den Kindern und Jugendlichen näher gebracht werden könnten, stellte er die Unterstützung durch die medl in Aussicht. Das Kommunikationskonzept und die Mittel für Übungsleiter wollte er im Gesamtzusammenhang gesehen wissen.

 

Herr Capitain (CDU) dankte im Namen des Ausschusses für seinen ehrenamtlichen Einsatz.

 

Die Frage von Herrn Oesterwind (CDU), ob die im Projekt genannten 10 T€ für die Ausbildung von Übungsleitern zusätzlich zu den bereits jährlich ausgezahlten Übungsleiterbeihilfen zu verstehen seien, wurde von Herrn Bachmann bejaht.

 

Auch Herr Spliethoff (SPD) dankte für den Einsatz und berichtete aus seinen Erfahrungen in der Jugendhilfe, dass Kinder und Jugendliche aus belasteten Familien nur schwierig einen Zugang zu Vereinen fänden. Diesbezüglich alternative Wege aufzuzeigen, hielt er für wünschenswert.

 

Herr Immel (AfD) wollte ausgeschlossen wissen, dass Kinder und Jugendliche, von denen bekannt sei, dass sie auf "Konfrontation aus seien", an diesem Projekt teilhaben könnten. Dies schloss Herr Bachmann aus. Aggressionen seien unter Umständen auch durch das Elternhaus bedingt und es sei dann Aufgabe der Vereine, diese Aggressionen zu lenken, z. B durch die eingangs erwähnte Einhaltung von Regeln.

 

Herr Sen (SPD) hielt es für sinnvoll, bei dem Projekt insbesondere Personen mit Migrationshintergrund anzusprechen. Dadurch könnten sich verstärkt Kinder und Jugendliche mit gleicher Nationalität angesprochen fühlen.

 

Herr Capitain (CDU) bat die Verwaltung, das Thema erneut in einer Vorlage aufzugreifen und die finanziellen Auswirkungen darzustellen. Auf Wunsch von Herrn Oesterwind (CDU) solle auch die Entwicklung der Übungsleiterbeihilfe in den letzten Jahren aufgezeigt werden.