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Auszug - Friedrich-Wennmann-Bad: Kostenschätzung für den Neubau eines Hallenbades  

 
 
Sitzung des Sportausschusses
TOP: Ö 7.1
Gremium: Sportausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 09.06.2015 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:05 - 18:52 Anlass: turnusmäßige Sitzung gem. Terminplan
Raum: Sitzungsraum B.115
Ort: Historisches Rathaus
V 15/0459-01 Friedrich-Wennmann-Bad: Kostenschätzung für den Neubau eines Hallenbades
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verfasser:Herr Buchwald, Tel.: 2301
Federführend:Amt 26 - ImmobilienService Beteiligt:Amt 30 - Rats- und Rechtsamt
    Amt 26 - ImmobilienService
   Amt 52 - Mülheimer SportService
   Referat II
   Referat V
   Referat I
 
Beschluss
Abstimmungsergebnis
Wortprotokoll

 

 


Abstimmungsergebnis:

Zustimmung:.(Fraktion)

Ablehnung:.(Fraktion)

Enthaltung:.(Fraktion)

 


Beratungsverlauf:

Unter diesem TOP wurde auch der TOP 7.2 abgehandelt.

 

Nachdem Herr Buchwald die Vorlage erläutert hatte, trugen er und Frau Ellerwald die Stellungnahme der Verwaltung zur Anfrage der FDP-Fraktion A 15/0288-01 "Friedrich-Wennmann-Bad - Ergebnis des Gutachtens und weitere Maßnahmen" vor, die der Niederschrift als Anlage 3 beigefügt ist.

 

Herr Oesterwind (CDU) dankte der Verwaltung für die ausführliche Grobkostenschätzung und stellte heraus, dass die ermittelten Werte einen Durchschnitt unterschiedlichster Schwimmbecken darstellten. Nach seinem persönlichen Eindruck sei ein Neubau der richtige Weg, was durch den errechneten Vorteil von 1,9 Mio. € bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung unterstrichen würde. Für die weiteren Planungen müsse die Politik nun die Entscheidung für einen Neubau oder die Sanierung treffen. Er riet, die Vorlage vor dem kommenden Finanzausschuss mit in die politischen Beratungen der Fraktionen zu nehmen, um bereits aus dem Finanzausschuss heraus eine Willensbekundung für die weitere Vorgehensweise zu erhalten. Er brachte einen weiteren finanziellen Aspekt für den Beratungsverlauf ein. Sollte ein Neubau beschlossen werden, könnte der Ansatz für die notwendigen Sanierungsmaßnahmen im  Friedrich-Wennmann-Bad von 1,5 Mio. € für die nächsten 3 Jahre gesenkt oder eingespart werden.

 

Für die SPD-Fraktion ließ Herr Willems (SPD) wissen, dass diese Thematik in der Fraktion diskutiert werden solle. Er persönlich sehe jedoch einen Mehrwert hinsichtlich Zuverlässigkeit und Standards bei einem Neubau.

 

Herr Hötger (MBI) kritisierte, dass für die Sanierung des Friedrich-Wennmann-Bades nur eine Kostenschätzung vorliege und den späten Versand der Vorlage. Daher sehe sich seine Fraktion außerstande, inhaltlich zu der Vorlage Stellung zu nehmen.

 

Herr Robineck (Bündnis 90/ Die Grünen) tendierte zu einem Neubau auf der Außenanlage des Friedrich-Wennmann-Bades, da bei diesem Modell das alte Schwimmbad noch genutzt werden könne bis der Neubau fertig gestellt sei.

 

Die Planungskosten für einen etwaigen Neubau wurden von Herrn Capitain (CDU) hinterfragt. Die Kosten für eine Machbarkeitsstudie, die eine sportfachliche Konzeption und die Festlegung eines Standortes voraussetze, bezifferte Herr Buchwald auf 100 - 150 T€.

 

Herr Ernst äußerte die Sorge, dass im Hinblick auf einen möglichen Badneubau auf die dringend notwendige Sanierungen im Friedrich-Wennmann-Bad, die im Haushalt in den nächsten 3 Jahren mit 1,5 Mio. € etatisiert sind, verzichtet werde. Bei unterlassenen Sanierungen könne nicht ausgeschlossen werden, dass der Badebetrieb ggf. in ein paar Jahren eingestellt werden müsse. Er bekräftigte, dass von notwendigen Sanierungsarbeiten nur abgesehen werden könne, wenn die Finanzierung eines Neubaus sichergestellt sei.

 

Auf die Anmerkung von Herrn Capitain (CDU), dass die Kosten für Sanierung

von 10 Mio. € gleichfalls nicht vorhanden seien, sagte Herr Ernst, dass die Kosten für den Neubau kurzfristig etatisiert werden müssten, die Mittel für die Sanierung des Bades hingegen bis zum Jahr 2025.

 

Es widerstrebe ihm, Gelder in Höhe von 2 Mio. € auszugeben, die "man nicht hat", wandte Herr Oesterwind (CDU) ein. Er schlug vor, einen Teil der für das Hallenfreibad vorgehaltenen Grundstücksfläche für eine Wohnbebauung oder für gewerbliche Zwecke als Gegenfinanzierung zu vermarkten.

 

Abschließend schlug Herr Capitain (CDU) vor, dass die Verwaltung mit der Fachschaft Schwimmen ein sportliches Konzept abstimmen solle und die Vorlage für die weiteren Beratungen mit in die Fraktionen zu nehmen.