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Auszug - Erneuerung des Petrikirchenplatzes (Pastor-Barnstein-Platz)  

 
 
Sitzung des Planungsausschusses (Etat)
TOP: Ö 20
Gremium: Planungsausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 01.12.2015 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:08 - 19:10 Anlass: turnusmäßige Sitzung gem. Terminplan
Raum: Sitzungsraum B.115
Ort: Historisches Rathaus
V 15/0881-01 Erneuerung des Petrikirchenplatzes (Pastor-Barnstein-Platz)
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verfasser:Voß, Helmut, Tel. 6622
Federführend:Amt 66 - Amt für Verkehrswesen und Tiefbau Beteiligt:Referat I
    Referat VI
 
Beschluss
Abstimmungsergebnis
Wortprotokoll

Beschluss:

Der Planungsausschuss nahm den Bericht zur Kenntnis.


 

 


Beratungsverlauf:

Die südlich und östlich der Petrikirche befindliche Platzfläche befindet sich überwiegend im Eigentum und in der Baulast der evangelischen Kirchengemeinde. In Fortführung der Friedenstreppe befinden sich allerdings auch 158 m² - gewissermaßen als Wegeverbindung zur Althofstraße - im städtischen Eigentum. Der Platz ist zur Zeit mittels schwarzer Betonplatten und Natursteinbänderungen unbenommen der Eigentumsgrenze einheitlich befestigt. Bei der Erneuerung der Althofstraße war seitens der Stadt Mülheim diese Teilfläche  im Sinne einer homogenen Platzfläche ausgespart worden, da die Gemeinde die Neugestaltung ihrer Flächen zunächst nicht vorgesehen hatte.

 

Im Zuge des neu entstehenden „Petrikirchenhauses“ ist die gesamte Platzfläche zwischen Petrikirche und dem Neubau stark von den Bauarbeiten in Mitleidenschaft gezogen worden. Daher kam von Seiten der Kirchengemeinde der Wunsch nach einer neuen, qualitätsvollen und für den Ort angemessen Platzfläche auf. Im Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro RMP entstand der Entwurf, der sich gestalterisch auf die Reduzierung von Materialarten konzentriert. Die durchgängig vorhandene, rasterartige Kleinstruktur soll einer einheitlichen, hochwertigen Basaltsteinpflasterung im Format 20X30cm weichen. Der polygone Grundriss des Platzes erhält eine ruhige Belagsfläche im fortlaufenden Reihenverband, die lediglich durch lineare Elemente wie Basaltstein-Rinnen und Blockstufen aus Basalt unterbrochen wird.

 

Ergänzt wird das Bauprogramm der Kirchengemeinde durch eine Erneuerung der Unterpflanzung unter dem vorhandenen Blutahorn und eine Erneuerung der Treppe aus Richtung Kettwiger Straße zum Seiteneingang der Petrikirche.

 

Über eine zwischen der Kirchengemeinde und der Stadt Mülheim noch abzuschließende vertragliche Vereinbarung wird nun die kleine städtische Fläche bei der Neugestaltung des Kirchenumfeldes wieder mit einbezogen, um  auch zukünftig eine einheitliche Platzfläche  im historischen Kern der Innenstadt zu gewährleisten.  Neben gestalterischen Aspekten wird mit der Erneuerung auch die problematische Abführung des Niederschlagwassers verbessert.

 

Im Rahmen des Shared-Space-Prozesses wurde die durchgängige Verwendung von Naturstein in der Altstadt als wünschenswert angesehen. Aus Kostengründen kam in der Althofstraße allerdings überwiegend ein preiswerterer Betonstein mit Natursteinsplittvorsatz zur Ausführung. Die durchschnittlichen Herstellungskosten von rund 200 €/m² bilden daher auch die Grundlage für eine feste Kostenbeteiligung der Stadt Mülheim in Höhe von 33.000 €r die Erneuerung der städtischen Pflasterfläche auf dem Pastor-Barnstein-Platz. Die anteiligen Mehrkosten aufgrund der ausschließlichen Verwendung von Naturstein, externer Planung und Bauleitung werden von der Kirchengemeinde als Veranlasser getragen.

 

Finanzielle Auswirkungen:

Die Finanzmittel in Höhe von insgesamt 33.000 Euro stehen nach entsprechender Umbuchung als Ermächtigung 2015 auf der Finanzstelle PN 12020 99 217-785 200 (Kirchenhügel/Altstadt) zur Verfügung. Die Mehrauszahlungen für die Maßnahme Kirchenhügel/Altstadt können im Rahmen der Deckungsfähigkeiten durch Minderauszahlungen aufgrund des günstigen Submissionsergebnisses bei der Maßnahme Schürenkamp (Finanzstelle PN 12020B9206-785 200) gedeckt werden. Durch die Erneuerung können absehbare Folgekosten (insbesondere Instandsetzung in Folge von Wurzelschäden) nachhaltig gesenkt werden.