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Auszug - Weitere Baumfällungen im Witthausbusch Eingabe nach § 24 GO NRW  

 
 
Sitzung der Bezirksvertretung 1
TOP: Ö 4.2
Gremium: Bezirksvertretung 1 Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mo, 01.02.2016 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:03 - 19:30 Anlass: turnusmäßige Sitzung gem. Terminplan
Raum: Sitzungsraum B.115
Ort: Historisches Rathaus
B 16/0017-01 Weitere Baumfällungen im Witthausbusch
Eingabe nach § 24 GO NRW
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschwerdevorlage
Verfasser:Ulrike Neumann; Tel. 3023
Federführend:Amt 30 - Rats- und Rechtsamt Beteiligt:Amt 70 - Amt für Umweltschutz
    Referat III
   Referat VI
 
Beschluss
Abstimmungsergebnis
Wortprotokoll

 

 


 

 


Beratungsverlauf:

Der Beschwerdeführer Herr Habig (Vorsitzender des Saarner Umweltvereins) trug vor, sein Schreiben von Oktober 2015 sei inzwischen von Herrn Beig. Vermeulen beantwortet worden. Ergänzend beantrage er:

 

1. im Bereich der Weiher und Teiche werden keine weiteren Baumfällungen durchgeführt.

 

2. die verlandeten Weiher, ihre Pflanzen und Tiere werden der natürlichen Entwicklung zu geführt.

 

Begründung:

 

Das Wiederherstellen der Wege ist beendet weitere Störung ist für die Natur aber auch für uns Menschen nicht erforderlich.

 

Die Kröten- und Froschlaichzeit aus den Teichen und Weihern steht kurz bevor.

 

Der Eisvogel balzt zurzeit schon.

2015  wussten die Verwaltung und der Landschaftsbeirat nebst den Naturschutzverbänden von keinem Eisvogel. Durch Naturfreunde machte man die Verwaltung aufmerksam auf ihn, zeigte die Höhle und beendete kurzfristig  die Rodungshauptarbeiten in diesem Bereich.

 

Auch aus weiteren Kosten- und Wartungsarbeitgründen, (der Stadt geht es wirtschaftlich schlecht), sollten die Weiher sich selbst überlassen werden.

Die Natur findet sich dort selbst wieder, mit weiteren Tieren und Pflanzen, eine erweiterte Naturentwicklung wird entstehen.

 

Herr Dr. Zentgraf (Amt für Umweltschutz) trug folgende Stellungnahme der Verwaltung vor:

Das besagte Schreiben wurde am 21.01.2016 bereits abschließend durch den Fachdezernenten, Herrn Vermeulen, beantwortet.

 

Die Anfrage des Saarner Umweltvereins ist innerhalb der Verwaltung von allen in Frage kommenden Fachbereichen der verschiedenen Abteilungen und Ämter geprüft worden. Eine aktuell beschriebene Baumfällung im Oktober 2015, es seien dort jüngst mehrere Bäume gellt worden, war nicht festzustellen.

Die im Rahmen der Teichsanierung von dem zuständigen Fachamt (Fachbereich Tiefbau / Gewässerunterhaltung) notwendigen Maßnahmen zur Gewässerunterhaltung wurden im November und Dezember 2014 mit der Bezirksvertretung und dem Beirat bei der Unteren Landschaftsbehörde abgestimmt. Sie wurden im Zuge der Beseitigung der ELA Schäden koordiniert. Die Fällungen wurden dann im Zeitraum Anfang Januar bis Mitte April 2015 durchgeführt und beendet. Die Durchmesser der Bäume sind weder bekannt noch von Bedeutung. Das betreffende Gebiet liegt nicht im Geltungsbereich der Baumschutzsatzung, sondern im Landschaftsschutzgebiet Ziffer 2.2.2.12 „Witthausbusch". Alle zu entfernenden Bäume waren hier relevant und wurden wie vor beschrieben in den jeweiligen Gremien behandelt.

Seitens der Forstverwaltung wurden die letzten ELA Schäden im Juni 2015 beseitigt.

Ein Belassen der Teiche ist nicht möglich, da sie vollständig verlanden und funktionslos würden.

Herr Habig sprach sich dafür aus, die verlandeten Tümpel so zu belassen, damit sich dort anderes Leben entwickeln könne. Fließ- und Stehgewässer würden nicht zueinander passen.

Herr Dr. Zentgraf hrte aus, aus wasserwirtschaftlicher Sicht seien es keine natürlichen Teiche, da sie durch den Lohbach gespeist werden. Es seien Maßnahmen notwendig, sonst  müsse der Bach umgeleitet werden.

Herr Pickert (SPD) erinnerte daran, dass es klare Beschlüsse zu den Teichen im Witthausbusch gebe, die auch weiter verfolgt werden sollten.

Herr Bezirksbürgermeister Fessen machte deutlich, das Ziel wäre gewesen, die Funktion der Teiche zu erhalten. Insgesamt wäre die Materie zu fachspezifisch für die Bezirksvertretung, um sich mit einer solchen grundlegenden Änderung zu befassen.