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Auszug - Umwandlung der Lernwerkstatt Natur in einen Waldkindergarten  

 
 
Sondersitzung der Bezirksvertretung 1
TOP: Ö 3
Gremium: Bezirksvertretung 1 Beschlussart: zurückgestellt
Datum: Do, 25.02.2016 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:07 - 17:30 Anlass: Sondersitzung
Raum: Sitzungsraum C.112, Ratssaal
Ort: Historisches Rathaus
V 16/0072-02 Umwandlung der Lernwerkstatt Natur in einen Waldkindergarten
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Verfasser:Herr Ferner, Tel. 4531
Federführend:Amt 45 - Amt für Kinder, Jugend und Schule Beteiligt:Referat V
 
Beschluss
Abstimmungsergebnis
Wortprotokoll

 


 


Beratungsverlauf:

[Die Tagesordnungspunkte 3 und 3.1 wurden gemeinsam behandelt]

Frau Schallwig (Amt für Kinder, Jugend und Schule) verwies zunächst auf die Vorlage der Verwaltung und verlas anschließend folgende Stellungnahme der Verwaltung:

Die Verwaltung beabsichtigt, wie im Beschlussvorschlag der FDP ausgeführt, das pädagogische Konzept der „Waldkita“ so auszurichten, dass die Nachhaltigkeit und der Wissenstransfer durch Fortbildungen sichergestellt werden.

An Wochenenden wird es, wie in der Vergangenheit auch, nach Absprache mit den Mitarbeiterinnen des Waldkindergartens möglich sein, das Gebäude in Begleitung von sachkundigen Fachkräften zu nutzen.

Ergänzend hierzu werden weiterhin Fortbildungsangebote für pädagogische Fachkräfte durchgeführt, um so den Wissenstransfer sicherzustellen. Interessierte Fachkräfte erhalten so die Möglichkeit, das Thema „Natur“ nicht nur punktuell mit Kindern zu bearbeiten sondern ihr Wissen in die alltägliche Arbeit in der jeweiligen „Stammkita“ einfließen zu lassen.

Herr Kampermann (CDU) bat um Auskunft, welche Institutionen/Stiftungen schon um weitere Unterstützung angefragt worden seien, und von welchen, die bislang schon die Lernwerkstatt finanzierten, Bereitschaft für eine künftige Unterstützung - ggf. in geringerer Höhe - signalisiert worden sei. Er stellte weiter die Frage, warum die Unterhaltskosten für die Lernwerkstatt höher waren als die künftig angesetzten Kosten für den Waldkindergarten.

Herr Weymann (SPD) warf ein, man solle zunächst das Ergebnis des Prüfauftrags aus dem Jugendhilfeausschuss abwarten, und erinnerte daran, dass seine Fraktion bis dahin Beratungsbedarf angemeldet habe.

Frau Schallwig entgegnete, ein Vergleich der Kosten zwischen Lernwerkstatt und Waldkindergarten sei unlauter und verwies auf die Stellungnahme zum SPD-Antrag A 16/0141-01 im Jugendhilfeausschuss. Bei allen bisher involvierten Stiftungen seien weitere Förderungen ausgeschlossen und es habe kein neuer Partner seine Bereitschaft erklärt, hier einzuspringen. Ein wesentlicher Punkt für die höheren Unterhaltskosten der Lernwerkstatt sei die energetische Unzulänglichkeit des Gebäudes, das dennoch auf einer Raumtemperatur von bis zu 18° C gehalten worden sei, was Kosten von 18 - 20.000 € p. a. verursacht habe. Demgegenüber gehöre zum Konzept des Waldkindergartens der überwiegende Aufenthalt im Freien; lediglich bei sehr schlechter Witterung werde der Raum aufgesucht, der auch nur noch frostfrei zu halten sei.

Herr Schiemer (CDU) sprach sich für den Erhalt der Lernwerkstatt aus und forderte die Verwaltung auf, sich vorrangig um den Erhalt der Lernwerkstatt Natur zu bemühen, wobei er diese Aufforderung als Änderungsantrag zum FDP-Antrag A 16/0155-01 stellte, da dieser ein Fortbestehen der Lernwerkstatt ausschließe. Er regte an, z. B. über das Stiftungsregister NRW neue potentielle Partner zu finden, und so die Zeit der noch gesicherten Finanzierung bis Ende 2016 zu nutzen.

Herr vom Berg (FDP) würde die Lernwerkstatt auch am liebsten erhalten. Für den Waldkindergarten solle aber auf jeden Fall am pädagogischen Konzept weitergearbeitet werden. Eine parallele Suche nach neuen Partnern mit dem Ziel eines Erhalts werde dadurch aber nicht ausgeschlossen.

Frau Schallwig betonte, dass bereits mit mehreren Partnern kommuniziert worden sei, wovon jedoch niemand in der Lage wäre, die benötigten Mittel zur Förderung beizusteuern. Konkrete Hinweise aus der Politik auf einen potentiellen Partner nehme die Verwaltung allerdings gerne entgegen.

Sodann einigte sich die Bezirksvertretung darauf, die Antragstellung der CDU-Fraktion als Punkt 1. und den Inhalt des vorliegenden FDP-Antrags als Punkt 2. parallel zu beschließen, wovon der weiterhin bestehende Beratungsbedarf zur Verwaltungsvorlage nicht tangiert werde.