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Auszug - Sachstandsbericht zum Perspektivkonzept Fußball  

 
 
Sitzung des Sportausschusses (Etat)
TOP: Ö 9
Gremium: Sportausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 18.09.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 17:39 Anlass: Etat
Raum: Mülheimer Ruder-Gesellschaft e. V.
Ort: Mendener Str. 74
 
Beschluss
Abstimmungsergebnis
Wortprotokoll

 

 


 


Beratungsverlauf:

Dieser Tagesordnungspunkt wurde gemeinsam mit den TOPen 14.1 und 14.2 beraten.

 

Zunächst setzte Herr Wind den Ausschuss über den Sachstand zum Umbau der Sportanlage am Winkhauser Weg für den Sportverein Rot-Weiß Mülheim in Kenntnis, der voraussichtlich bis Ende der 39. KW abgeschlossen sein werde.

Der Kunststoffrasenbelag sei verlegt und werde derzeit mit Sand und Granulat verfüllt. Der Oberbelag der Kunststofflaufbahn solle - entsprechende Witterungsverhältnisse vorausgesetzt -nächste Woche gegossen werden. Für die 39. KW seien auch die Restarbeiten im Bereich Zaun- und Sportplatzbau geplant und das Einleuchten der Trainingsbeleuchtungsanlage.

Der Beginn des Trainings- und Spielbetriebs sei für Oktober vorgesehen. Die offizielle Eröffnung der Sportanlage sei für Sonntag, den 15. Oktober 2017, 14:00 Uhr terminiert. Die Einladungen gingen Ihnen in Kürze zu.

 

Zur Anfrage der BAMH-Fraktion, A 17/0554-01, "Wer verursacht die Gewalt im Mülheimer Sport?" nahm Herr Stockamp (MSB) wie folgt Stellung:

Im Seniorenbereich seien in der Saison 2016/2017 4 Vereine an Spielen beteiligt gewesen, bei denen es zu Gewalttätigkeiten kam; bei den Junioren gab es ein Spiel mit 2 Mülheimer Vereinen.

Im Senior- und Juniorbereich sei Gewalt gegen Schiedsrichter in der vergangenen Saison kein Thema gewesen. Für beide Altersgruppen im gesamten Kreis Duisburg-Mülheim-Dinslaken sei zudem ein Rückgang von gewalttätigen Übergriffen zu verzeichnen.

Bedauerlicherweise registriere der Fußball eine Zunahme von Diskriminierungen, so dass sowohl bei den Junioren als auch bei den Senioren 9 Spieler vom Platz gestellt werden mussten.

Abschließend legte Herr Stockamp (MSB) Wert auf die Tatsache, dass "Fair-Play" im Mülheimer Sport groß geschrieben würde.

Herr Spliethoff (SPD) fand die Fragestellung der BAMH-Anfrage sehr befremdlich, weil diese den Eindruck erwecke, dass täglich geprügelt werde.

 

Frau Ellerwald beantwortete die Anfrage der BAMH-Fraktion, A 17/0561-01 "Sachstandsbericht zum Jugendsportpark Styrum".

 

Der Rat der Stadt habe die Verwaltung im April des Jahres beauftragt, auf der Grundlage des Masterplanes Spielen und Bewegen, u.a. die „Neugestaltung des ehemaligen Sportplatzes Von-der-Tann-Straße" zu planen, entsprechende Ansätze in den Haushaltsplan 2018 zu veranschlagen und Fördermittel zu beantragen.

 

Der Antrag auf eine 90%ige Förderung aus Mitteln des Städtebauförderprogrammes „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier NRW 2017" sei fristgerecht Mitte April eingereicht worden. Bedauerlicherweise hätte kein Mülheimer Projekt (neben dem Sportpark Styrum waren das der Dimbeckpark und der Anne-Frank-Platz) Berücksichtigung gefunden. Anhand des Antragsvolumens zeigte Frau Ellerwald auf, dass das Programm stark überzeichnet gewesen sei. 

Mit dem Städtebauförderprogramm wurden in 2017 u.a. investive Maßnahmen wie die Herstellung oder Aufwertung von öffentlichen Plätzen, Grünanlagen und Spielplätzen (13 Projekte) und die Modernisierung von Sportstätten (10 Projekte) gefördert.

Beispielhaft nannte Frau Ellerwald die Aufwertung einer bestehenden Sportanlage zum integrativen „Sportpark Höngen" in Selfkant (Kreis Heinsberg), der gleichzeitig mit der Gestaltung einer „Bewegungslandschaft" einen Quartierstreffpunkt mit einer Multifunktionsspielfläche für vielfältige Nutzergruppen schaffe und die Barrierefreiheit verbessere. Dies sei ein ähnliches Projekt wie der Sportpark Styrum und sei mit 3.484.000 EUR gefördert worden.

 

In diesem Jahr hätten aus der großen Zahl von Anträgen nur diejenigen für eine Förderung ausgewählt werden können, die der Zielsetzung des Programms in herausragender Weise entsprachen und für die alle erforderlichen Unterlagen für eine kurzfristige Bewilligung vorgelegen hätten. De facto hätten also nur Kommunen mit einer fertigen Planung mit einer Förderzusage rechnen können, so wie die Stadt Mülheim vergangenen Jahr aus einem anderen Programm Fördergelder für den Sportplatz Winkhauser Weg erhalten habe.

Nach einer Überarbeitung der Antragsunterlagen könnten viele der jetzt nicht ausgewählten Projekte eine realistische Förderchance in den nächsten Jahren haben.

 

Die Verwaltung sei daher zuversichtlich, dass bei Vorlage aller Antragsunterlagen einschließlich einer Kostenberechnung (Leistungsphasen 1-3) auch für den Sportpark Styrum eine Förderung realistisch sei. Daher würde in Kürze ein Verhandlungsverfahren mit einem Teilnahmewettbewerb eingeleitet, um im nächsten Jahr rechtzeitig die erforderlichen Unterlagen einreichen zu können.

 

Im Weiteren berichtete Frau Ellerwald über die Spende der Unternehmensgruppe Tengelmann anlässlich des 150jährigen Tengelmann-Firmenjubiläums. Die Firma Tengelmann engagiere sich besonders gern für Projekte, die Kindern und Jugendlichen in Verbindung mit Bildung und Sport zu Gute kämen. Karl-Erivan Haub habe am 1. September im Rahmen der Feierstunde zugesagt, dass 300.000 EUR zur Anschaffung einer Freilufthalle der Firma McArena mit einem 40x20m Spielfeld gespendet würden. Als Teil des neuen Sport- und Bewegungsparks in Styrum biete diese Halle witterungsunabhängig zahlreiche Sport- und Spielmöglichkeiten.

Diese Freilufthalle werde das Highlight des neuen Sportparks sein und in einem 1. Bauabschnitt mit einer 100m-Laufbahn mit Sprunggrube, einem Beachvolleyballfeld und einer Parkour-Anlage  ergänzt. Die Finanzierung erfolge aus den Spendengeldern der Firma Tengelmann und Mitteln der Leonhard-Stinnes-Stiftung für den Trendsport.

 

Für den weiteren Ausbau des Sportparks (2. Bauabschnitt) mit zzt. 2,3 Mio. EUR kalkulierten Investitionskosten würden Fördermittel beantragt.

 

Bezogen auf die Frage nach Problemen beim Grundstückserwerb erinnerte Frau Ellerwald daran, dass es sich bei dem Sportplatz Von-der-Tann-Straße um ein städtisches Grundstück handele. Wegen etwaiger Nachbarschaftsprobleme und aus Lärmschutzgründen habe die Verwaltung von ihrem ursprünglichen Plan, das Grundstück des Styrumer TV u.a. für ein Beachvolleyball-Feld zu nutzen, Abstand genommen. Auf dem Sportplatz-Gelände stünden ausreichend Flächen zur Verfügung.

 

Herr Fischer (JSR) wollte die Planungen zu Parkour-Anlage konkretisiert wissen, Herr Dr. Chrobok (CDU) hinterfragte die weiteren Planungen für die Gesamtanlage. Mit Verweis auf die Diskussionen zu den Betriebskosten der neuen Sporthalle für die Luisenschule interessierte sich Herr Terkatz (SPD) für die Finanzierung der Betriebskosten des Sportparks.

Wegen der umfangreichen Informationen bat Herr Capitain (CDU) für die kommende Ausschuss-Sitzung um eine entsprechende Berichtsvorlage.

Zum Schluss stellte Herr Ernst heraus, dass die Firma Tengelmann die Spende mit der Erwartung überreicht habe, dass die Halle im kommenden Jahr aufgebaut werde und das Umfeld mit weiteren Angeboten versehen sei. Es werde keine Haushaltsausweitung geben, sicherte er zu; vielmehr solle die Finanzierung aus Stiftungsgeldern, Landesmitteln und aus der Spende für die Halle erfolgen.