Bürgerinformationssystem

Auszug - Sachstandsbericht zum Perspektivkonzept Leichtathletik  

 
 
Sitzung des Sportausschusses (Etat)
TOP: Ö 10
Gremium: Sportausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 18.09.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 17:39 Anlass: Etat
Raum: Mülheimer Ruder-Gesellschaft e. V.
Ort: Mendener Str. 74
 
Beschluss
Wortprotokoll

 

 


Beratungsverlauf:

Frau Ellerwald gab einen kurzen Überblick über die bisherigen Beschlussfassungen im Zusammenhang mit der Errichtung einer Kunststofflaufbahn.

Ende März hätten sich die Leichtathletikvereine für eine Wettkampfanlage Typ B am Standort Mintarder Straße ausgesprochen. Als Anfinanzierung habe der Rat der Stadt  bekanntlich beschlossen, die aus der Finanzierung des Kunststoffrasenplatzes Winkhauser Weg frei gewordenen Mittel von 400 T€ zur Finanzierung einer Kunststoffrundlaufbahn zu verwenden.

Dem stehe zwischenzeitlich der Vorschlag der Gemeindeprüfungsanstalt NRW entgegen, auf den Neubau der Kunststofflaufbahn zu verzichten. Der daraufhin von der Fachschaftsleiterin formulierte offene Brief, der sich inhaltlich gegen den Konsolidierungsvorschlag wendet, sei den Fraktionen Ende März zugegangen, und die Presse habe am 3. April berichtet.

In der Sitzung des Sportausschusses am 24.04.2017 sei die Verwaltung aufgrund des Antrages der CDU-Fraktion (A 17/02090-01) einstimmig beauftragt worden, die Sportanlage Mintarder  Str. als Wettkampfanlage Typ B mit Kunststoffrundlaufbahn umzubauen. Wenn auch noch nicht abschließend über den GPA-Vorschlag entschieden worden sei, wolle die Verwaltung aufgrund des Votums in Kürze einen Landschaftsarchitekten mit der Planung (Leistungsphasen 1-3) beauftragen.

Zum Thema Laufstrecken verwies Frau Ellerwald auf die am 23. Juni und 18. August 2016 stattgefundenen Arbeitstreffen mit den Laufvereinen (LG Mülheim, Marathon Mülheim, Styrumer TV, TSV Viktoria), dem Mülheimer Sportbund (MSB) und dem Mülheimer SportService (MSS). Bei diesen Treffen seien Kriterien für eine gute Laufstrecke wie gute Erreichbarkeit von Parkplätzen, Einsehbarkeit, genaue Länge, möglichst vorhandene Beleuchtung sowie fehlende Straßenkreuzungen festgelegt worden.

Basierend auf diesen Kriterien seien in Abstimmung mit den Mülheimer Laufvereinen nachstehende Strecken herausgesucht und online gestellt worden:

1. ehemaligen Gütertrasse

2. Rundlauf im Witthausbusch

3. Sightjogging ab Styrum

4. Natürlich laufen im Uhlenhorster Wald

5. Laufen mit Ausblick: Joggen in den Ruhrauen

In Kürze solle eine Firma mit der Planung und Begleitung der Umsetzung der konkreten Streckenausschilderung beauftrage werden. Dabei gehe es uns um die Bedarfsermittlung für die Streckenmarkierung, das Einholen von Angeboten für die Umsetzung sowie um die Unterstützung bei der Planung unterstützender Medien (Flyer, Homepage etc.). Für die hierfür anfallenden Kosten kalkuliere die Verwaltung einen Ansatz von bis zu 5.000 €.

Hinzu kämen noch die Kosten der Schilder zzgl. der Montagekosten, die sich erst beziffern ließen, wenn die tatsächlichen Bedarfe fest stünden. Hierfür zweckgebunden sei der Erlös von knapp 3.000 € aus dem 1. Mülheimer Firmenlauf, den der MSB erhalten habe. Darüberhinausgehende Kosten würden aus dem Etat der Sportentwicklungsplanung finanziert.

Die Anregung, mit den örtlichen Krankenkassen Kontakt wegen einer Förderung aufzunehmen, sei verwaltungsseitig aufgegriffen worden; die Krankenkassen sähen jedoch bedauerlicherweise keine Möglichkeit einer Kostenbeteiligung.

 

Herr Oesterwind (CDU) regte an, das Rusis-System mit den Standortangaben analog anzuwenden, was von Frau Ellerwald zugesagt wurde. Zudem sprach er sich für aussagekräftige Namen der einzelnen Laufstrecken aus.

Den exakten Sachstand zur beleuchteten Laufstrecke, die bereits vor 19 Monaten zum ersten Mal thematisiert worden sei, erfragte Herr Terkatz (SPD).

Die ursprünglich favorisierte beleuchtete Laufstrecke im Witthausbusch sei zwischenzeitlich zurückgestellt worden, ließ Frau Ellerwald den Ausschuss wissen. Das D VI plane zurzeit eine Strecke in den Ruhrauen, weil diese als attraktiver erachtet werde und zudem bereits teilweise beleuchtet sei. Die entsprechenden Planungen sollten im Herbst abgeschlossen sein. Frau Ellerwald versprach "am Ball zu bleiben".

 

Herr Hötger (BAMH) sprach sich gleichfalls für eine Namensgebung der Laufstrecken aus.