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Auszug - Integriertes Innenstadtkonzept: Ruhranlage  

 
 
Sitzung des Planungsausschusses (Etat)
TOP: Ö 8.2
Gremium: Planungsausschuss Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Di, 19.09.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:10 - 19:15 Anlass: Etat
Raum: Sitzungsraum B.115
Ort: Historisches Rathaus
V 17/0681-01 Integriertes Innenstadtkonzept: Ruhranlage
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Verfasser:Sabine Noack
Federführend:Amt 61 - Amt für Stadtplanung, Bauaufsicht und Stadtentwicklung Beteiligt:Referat I
    Referat III
   Amt 30 - Rats- und Rechtsamt
   Referat VI
   Amt 66 - Amt für Verkehrswesen und Tiefbau
   Amt 67 - Amt für Grünflächenmanagement und Friedhofswesen
 
Beschluss
Abstimmungsergebnis
Wortprotokoll

Beschluss:

Der Planungsausschuss beschließt die Umgestaltung der Ruhranlage entsprechend der Erläuterungen und der beigefügten Pläne (Anlagen 1 und 2) und beauftragt die Verwaltung, hierzu einen Förderantrag für den STEP 2018 im Rahmen des Integrierten Innenstadtkonzeptes (INSK) bei der Bezirksregierung Düsseldorf zu stellen.

 

 

 


Abstimmungsergebnis:

Zustimmung: 13(SPD-Fraktion, CDU-Fraktion, FDP-Fraktion, BAMH-Fraktion,                                           Gruppe MH 5VOR12)

Ablehnung:4(Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN, MBI-Fraktion, Gruppe DIE LINKE)

Enthaltung: -


Beratungsverlauf:

Rahmenbedingungen

Der Planungsausschuss beschloss in seiner Sitzung am 30.05.2017 die Erarbeitung der Entwurfsplanung für die Grünfläche Ruhranlage zwischen neuem Stadthafen und „Auf dem Dudel“ zur Beantragung von Fördermitteln im Rahmen des Förderprojekts Soziale Stadt Innenstadt STEP 2018. Ein Landschaftsarchitekt wurde mit der Überarbeitung der Grünfläche beauftragt.

 

Die nun vorliegende  Entwurfsplanung berücksichtigt die rahmengebenden Bedingungen und wurde mit den maßgeblichen Akteuren abgestimmt:

Die Grünfläche befindet sich fast vollflächig innerhalb eines Überschwemmungsgebietes.

Die Parkanlage wird regelmäßig als Veranstaltungsfläche genutzt und soll als solche nutzbar bleiben.

Die im Rahmen der Bürgerbeteiligung eingegangenen Ideen und Anregungen wurden abgewogen und - wenn möglich - in die Entwurfsplanung eingearbeitet. In der Sitzung wird die Dokumentation der Bürgerbeteiligung vorgelegt.

Belange des Naturschutzes wurden im Rahmen einer artenschutzrechtlichen Prüfung betrachtet, ein landschaftspflegerischer Begleitplan wird erarbeitet.

 

Die Entwurfsplanung ist der Vorlage als Anlage beigefügt. Ziel war die behutsame Überarbeitung und Erneuerung der Grünfläche unter Berücksichtigung der oben dargestellten Rahmenbedingungen. Auf dieser Grundlage setzt der Entwurf folgende Schwerpunkte:

 

Spielplatz

Die Spielflächen sollen neu geordnet und der Spielplatz als inklusiver Spielplatz gestaltet werden. Baumneupflanzungen und Sitzplätze im Schatten sollen die Aufenthaltsqualität erhöhen. Zusätzlich sollen die vorhandenen Spielgeräte durch neue Geräte mit hohem Spielwert ergänzt und wenn notwendig ersetzt werden. Es handelt sich dabei jedoch lediglich um Vorschläge zur Beantragung von Fördermitteln: Im Sommer 2018 soll die Planung im Rahmen einer Kinderbeteiligung konkretisiert werden, um ein auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmtes Konzept für den Spielplatz zu entwickeln und Spielgeräte auszuwählen.

 

Boulefeld

Nördlich des Spielplatzes soll ein Boulefeld umgesetzt werden, das als Multifunktionsfläche auch für andere Aktivitäten nutzbar ist. Eingefasst wird das Boulefeld durch eine gepflasterte Wegefläche, blühende Bäume, ein Beet und eine Betonsitzbank.

 

Aussichtspunkt

Die ursprünglich vorgesehene Sichtachse zur Petrikirche soll wiederhergestellt und die Stufenanlage vergrößert werden. Eine Eibenhecke und Rasenflächen sollen den Zugang zum Aussichtspunkt einfassen. Zusätzlich wird ein barrierefreier Zugang geschaffen und im Bereich des Aussichtspunktes Bänke vorgesehen.

 

Eingangsbereiche

Die Eingangsbereiche zur Grünfläche werden überarbeitet. Der bisher vernachlässigte Übergang zwischen neuem Stadthafen und Ruhranlage soll durch Neupflanzungen (Bodendecker, Frühlingskirschen) einen behutsam gestalteten Eingangsbereich zur Grünfläche bilden. In der Verlängerung zur bereits vorhandenen Treppe schaffen Sitzstufen die Möglichkeit, direkt am Wasser zu sitzen und den Blick auf die Stadthalle zu genießen. So wird der neue Stadthafen auch von Süden bauliche eingefasst.  Das Treppenpodest der Schloßbrücke wird in Richtung Ruhr durch eine  Stufenanlage verlängert und schafft einen weiteren Zugang zum Leinpfad. Das Herantreten an die privaten Balkone des ehemaligen Stadtbades wird durch eine niedrige Einfassung erschwert.

 

Alle weiteren Zugänge zur Grünfläche werden durch Auslichten, Rückschnitt und Neupflanzungen überarbeitet.

 

Leinpfad

Zwischen neuem Stadthafen und Schloßbrücke soll der Leinpfad freigelegt und wiederhergestellt werden. Es wird geprüft, ob eine Informationstafel die Geschichte des Leinpfades den interessierten Besuchern der Grünfläche näher bringen kann.

 

Beseitigung von Angsträumen

Um Angsträume zu verringern und die Einsehbarkeit zu verbessern werden markante Bereiche ausgelichtet und der Bereich am Parkplatz auf Wunsch der Anwohner freigeräumt.

 

Schloßbrücke

Drei Bodenstrahler sollen die Helligkeit bei Nacht unterhalb der Brücke verbessern, Graffiti soll entfernt werden.

 

Aufenthaltsbereiche

Die bisherigen Aufenthaltsbereiche werden beibehalten. An den Wegeflächen sind zusätzlich drei Sitzbereiche und eine Betonsitzbank am Spielplatz vorgesehen. Am Café Plati soll die Sitzbetonmauer gereinigt und mit PVC-Sitzauflagen versehen werden.

 

Sonstige Einbauten

Die Abfallbehälter sollen ersetzt werden. An markanten Punkten der Grünfläche werden Radständer vorgesehen.

 

Veranstaltungsinfrastruktur

In Abstimmung mit dem Mülheimer Stadtmarketing sollen Aco-Rinnen zur Kabelunterführung in verschiedenen Bereichen der Grünfläche vorgesehen werden.

 

 

Terminübersicht

September 2017Baubeschluss Planungsausschuss

Dezember 2017Beantragung Fördermittel BezReg DD

Sommer 2018Kinderbeteiligung Spielplatz

2019Bauliche Umsetzung

 

Frau Brigitte Erd befindet die Situation nicht so schlecht, auch durch einige Aktivitäten der Bürgerbeteiligung. Herr Beigeordneter Peter Vermeulen erklärte, dass die Situation gegenwärtig wirklich nicht so schlimm sei, aber alle zehn Jahre ein Grundschnitt erforderlich sei. Herr Jochen Hartmann sähe lieber Metall-, denn Betonbänke. Herr Felix Blasch erklärte, dass die Betonbänke auch der Abgrenzung dienen.

Herr Beigeordneter Peter Vermeulen gab zu bedenken, dass die Stadt zur Aufhübschung Fördermittel von bis zu 80 v.H. erhielt. Auf eine Toilette angesprochen, erklärte Herr Felix Blasch, dass Mehrkosten von ca. 250.000 € entstünden.