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Auszug - Ausbau der Oberhausener Straße und Neubau der Thyssenbrücke  

 
 
Sitzung des Planungsausschusses (Etat)
TOP: Ö 11
Gremium: Planungsausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 19.09.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:10 - 19:15 Anlass: Etat
Raum: Sitzungsraum B.115
Ort: Historisches Rathaus
V 17/0680-01 Ausbau der Oberhausener Straße und Neubau der Thyssenbrücke
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beratungsunterlage
Verfasser:Grunert, Ralf, Tel. 6642/6644
Federführend:Amt 66 - Amt für Verkehrswesen und Tiefbau Beteiligt:Amt 30 - Rats- und Rechtsamt
    Referat I
   Referat III
   Referat VI
 
Beschluss
Abstimmungsergebnis
Wortprotokoll

 

 


 


Beratungsverlauf:

Sachstandsbericht:

Allgemeine Projektangaben

Am 04.02.2014 wurde der Baubeschluss zum Neubau der Thyssenbrücke einschließlich Ausbau der Oberhausener Straße gefasst.

 

Seitdem konnten zahlreiche erforderliche Projektschritte abgearbeitet werden.

 

Hierzu zählten insbesondere folgende Leistungen:

 

- Erstellung von Finanzierungsanträgen

- Bewilligungsverfahren Bez. Reg. / VRR

- Planfeststellungsverfahren

- Planfeststellungsbeschluss am 08.09.2015

- Kreuzungsvereinbarungen mit der DB AG, Mannesmann Salzgitter GmbH

- Grunderwerb

- Artenschutzprüfung

- Landschaftspflegerischer Begleitplan

- Umweltverträglichkeitsprüfung

 

Neben den zahlreichen formellen  Erfordernissen, mussten ebenso umfangreiche Teilbaumaßnahmen in 2016 im Vorfeld der eigentlichen Brückenbau- und Straßenbauarbeiten durchgeführt werden.

Diese waren erforderlich, um das notwendige Baufeld für dieses Großprojekt baureif zu machen.

 

Westlich wie östlich der neuen geplanten Thyssenbrücke mussten zahlreiche Kanäle und Versorgungsleitungen verlegt bzw. neu gebaut werden.

 

Ebenso waren der Abbruch des vorhandenen Unterwerkes der MVG sowie der Neubau nach heutigem Stand der Technik notwendig.  

 

 

Auftragsvergabe / Baubeginn / Baufortschritt

Nach Submission der europaweiten Ausschreibung des Hauptauftrages am 05.10.2016 wurden die Arbeiten am 08.11.2016 an den Mindestbietenden, die Firma Heinrich Walter Bau GmbH vergeben.

 

Die Auftragssumme betrug: 12.4 Mio.

Der Baubeginn erfolgte am 23.01.2017.

 

Seit Januar 2017 befinden sich die Gründungsarbeiten für die zu erstellenden Stützwandkonstruktionen und Brückenunterbauten in der Ausführung bzw. sind teilweise fertig gestellt.

 

Die Fertigstellung der Brückenunterbauten wird bis zu den Osterferien 2018 erfolgen.

Im Zuge einer Vollsperrung der DB-Gleise in den Osterferien 2018 beginnen die Arbeiten zur Herstellung des Brückenüberbaus.

Die Fertigstellung des Brückenüberbaus ist im Herbst 2018 vorgesehen.

 

Der Abbruch der alten Thyssenbrücke erfolgt im Anschluss an die Fertigstellung der neuen Brücke ab Herbst 2018.

 

Baubegleitend waren sehr umfangreiche, zum Teil so nicht abzusehende  Kampfmitteluntersuchungen erforderlich.

 

Hierdurch  ergaben sich Änderungen im geplanten Bauablauf, die letztendlich den Gesamtbauzeitenplan nicht gefährden, jedoch zu erheblichen Mehrkosten führen.

 

Weiterhin ergaben sich nicht vorhersehbare Schwierigkeiten durch unbekannte Leitungstrassen, Abweichungen von Bauwerksabmessungen der Bestandsbauwerke, die zu veränderten Rahmenbedingungen führten, sodass Umplanungen nötig wurden und somit Mehrkosten berechtigt geltend gemacht werden.

 

 

Kostenentwicklung Stand 19.09.2017

Projektkosten gemäßrderantrag der MVG

vom August 2015 auf Grundlage der Ausführungsplanung

incl. Unterwerk MVG :21.170.000,--

 

Projektkosten Stand September 201723.500.000,--

 

 

Die derzeitigen Mehrkosten in Höhe von 2.330.000,- € ergeben sich in erster Linie auf Grund von unvorhergesehenen Schwierigkeiten bei der Bauausführung sowie sehr umfangreichen Kampfmitteluntersuchungen und damit verbundenen Änderungen im Bauablauf.

 

mtliche Mehrkosten wurden/werden natürlich zeitnah den Fördergebern (Bezirksregierung, VRR) angezeigt und sind entsprechend der Regelung gemäß Kreuzungsvereinbarung von allen Projektbeteiligten zu tragen.

 

Außerdem ist festzustellen, dass durch die aktuelle gute wirtschaftliche Situation in der Bauwirtschaft und die damit verbundene gute Auftragslage der Baufirmen ein extremer Anstieg der Baupreise zu verzeichnen ist, der sich wiederum auf die Nachtragsangebote

auswirkt.

 

Herr Horst Chluba erläuterte die Vorlage mittels einer Präsentation. Als eine besondere Schwierigkeit erklärte er die Situation der Suche nach Kampfmitteln. Alle 20 cm muss eine Bohrung durchgeführt werden. Um 17.54 Uhr ging Herr Lothar Reinhard. An Seiner Stelle kam um 18.00 Uhr Frau Heidelore Godbersen.

Einige Ausschussmitglieder interessierte die örtliche Situation. Herr Beigeordneter Peter Vermeulen bot eine Ortsbesichtigung falls gewünscht an. Zur Organisation werde allerdings etwas Vorlauf benötigt.