Bürgerinformationssystem

Vorlage - V 14/0911-01  

 
 
Betreff: Substanzerhaltende Sanierungsmaßnahmen und Ausbaumaßnahmen im Gebäude der GGS Saarnberg
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Verfasser:Herr Willms, Tel. 2303
Federführend:Amt 26 - ImmobilienService Beteiligt:Referat II
Beratungsfolge:
Finanzausschuss Entscheidung
04.12.2014 
Sitzung des Finanzausschusses (Etat) ungeändert beschlossen   
Bezirksvertretung 3 Entscheidung
12.12.2014 
Sondersitzung der Bezirksvertretung 3 ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Zu 1.:

Der Finanzausschuss nimmt die Beschlussvorlage zur Kenntnis und stimmt der Finanzierung der Baumaßnahmen, vorbehaltlich der Beschlussfassung der Bezirksvertretung 3, zu.

 

Zu 2.:

Die Bezirksvertretung 3

-         stimmt den in der Begründung genannten Sanierungsmaßnahmen zur Substanzerhaltung zu und

-         beschließt den Ausbau des Dachgeschosses zur Schaffung zusätzlicher Nutzflächen für den Schulbetrieb.

Die Beschlussfassung beinhaltet die ggfls. nach der Hauptsatzung erforderlichen Vergabebeschlüsse.

Soweit die für diese Maßnahmen im Haushalt 2014 bereitgestellten investiven Mittel im laufenden Jahr nicht zur Auszahlung kommen, werden die Mittel in das Jahr 2015 übertragen.


Begründung:

In den vorangegangenen Sitzungen des Finanzausschusses und der Bezirksvertretung 3 ist berichtet worden, dass im Rahmen der Brandschutzsanierung im Gebäude der GGS Saarnberg weitere Mängel festgestellt wurden (siehe Drucksache V 14/0783-01).

 

Kurz gefasst stellen sich diese Mängel nach Beurteilung durch Architekten und Gutachter wie folgt dar:

Die Balkenlage über dem 1. OG ist nicht ausreichend tragfähig.

Die Balkenköpfe sind durchfeuchtet und angefault.

Das Mauerwerk ist mit Hausschwamm befallen.

Braunfäule an der Balkendecke über dem EG.

Aufgrund der v. g. Beschädigungen muss die Balkenlage/-decke über dem 1. OG zu großen Teilen ausgetauscht werden. Die Balkenauflager im Mauerwerk sind zu sanieren und der Schimmelpilz/Hausschwamm ist zu behandeln. Zur Vermeidung weiterer Feuchtigkeitsschäden sind die Dachhaut und die Unterspannbahn zu sanieren. Erforderlich ist auch eine neue Beschichtung der Fassade. Weitere Feuchtigkeitsschäden sind im Kellergeschoss zu beheben.

 

Durch die Schule und das Amt für Kinder, Jugend und Schule ist angeregt worden, die Fläche im Dachgeschoss für schulische Zwecke auszubauen. Die GGS Saarnberg verfügt neben den acht Klassenräumen über keine weiteren unterrichtlichen Differenzierungsräume. Gemäß Musterraumprogramm stehen der Schule jedoch zwei Mehrzweckräume zu. Darüber hinaus ist die vorhandene Fläche im Verwaltungstrakt für Schulleiter, Sekretariat und Lehrerzimmer insgesamt zu gering bemessen. Hier stehen auch keine Räume für vertrauliche Elterngespräche zur Verfügung. Weiterhin ist an der Schule derzeit kein Raum für Lehrmittel/Bibliothek vorhanden. Aus diesem Grund sollen im jetzt leerstehenden Dachgeschoss (vormals Hausmeisterwohnung und Speicher) für den Schulbetrieb Flächen geschaffen werden. Diese Arbeiten sind auch während des Schulbetriebs möglich, da hier Flächen betroffen sind, die den direkten Schulbetrieb nicht einschränken.

 

Die beauftragten Architekten und Sachverständigen haben folgende Kosten kalkuliert:

1)     Sanierung Hausschwamm / Balkendecken:

350.000 €

(konsumtiv)

2)     Dachsanierung mit Wärmedämmung/Neueindeckung:

150.000 €

(investiv)

3)     Trockenlegung Kellergeschoss:

60.000 €

(konsumtiv)

4)     Beschichtung Fassade:

60.000 €

(konsumtiv)

5)     Ausbau des Dachgeschosses:

150.000 €

(investiv)

 

770.000 €

 

 

Gleichstellungsrelevante Aspekte

Die Vorlage beinhaltet die Umsetzung einer Gebäudesanierung.

 


Finanzielle Auswirkungen:

Wie in der Kostenübersicht dargestellt, beinhalten die beschriebenen Bauleistungen substanzerhaltende Sanierungsmaßnahmen (= konsumtiv) sowie Wertverbesserungen und Ausbaumaßnahmen (= investiv). Nach diesen Kriterien sind folgende Finanzierungen vorgesehen:

a)     Konsumtive Maßnahmen (Summe 470.000 €)

r diverse Instandsetzungsmaßnahmen im Gebäude der GGS Saarnberg sind ckstellungen gebildet worden. Diese reichen in der Summe jedoch nicht aus, um den aktuellen Sanierungsbedarf zu finanzieren. Es ist daher vorgesehen, für die oben beschriebenen Sanierungsmaßnahmen eine neue Rückstellung zu bilden und bestehende Rückstellungen zu erhen. Es bestehen Rückstellungen für die aktuellen Sanierungszwecke in Höhe von 166.000 €. Somit ergibt sich ein Mehrbedarf von 304.000 €. Als Ausgleich für diesen Mehrbedarf sollen andere Rückstellungen in gleicher Höhe aufgelöst werden. Dies ist möglich bei den bestehenden Rückstellungen für die Gebäude der Max-Kölges-Schule an der Bruchstraße. Die Brandschutzrückstellung kann in Höhe von 248.000 € aufgelöst werden, da die aktuellen Anforderungen der Bauaufsicht an die zwingend umzusetzenden Brandschutzmaßnahmen reduziert wurden. Der weitere Betrag von 56.000 € kann bei der Instandhaltungsrückstellung aufgelöst werden, da aufwändige Instandsetzungen nicht mehr geplant sind.

a)     Investive Maßnahmen (Summe 300.000 €)

Die geplanten investiven Sanierungsmaßnahmen sind bei der Finanzstelle PN 01263 C9 125 veranschlagt. Der anfallende Mehrbedarf kann wie folgt finanziert werden:

  • Die Sanierung des Daches der Sporthalle Boverstraße ist abgeschlossen. Von den bei der Finanzstelle PN 01263 B9 119 zur Vergung stehenden Mitteln werden etwa 115.000 € eingespart.
  • Unter der Finanzstelle PN 01263 99 166 sind Mittel für „Sonstige Hochbaumaßnahmen“ veranschlagt worden, für die inzwischen vom Finanzausschuss diverse Zweckbestimmungen beschlossen wurden. Es ist noch ein Restbetrag von rd. 172.000 € verfügbar.
  • Der darüber hinaus zu deckende Betrag von 13.000 € soll der Finanzstelle PN 01263 99 100 (Feuerwehrtopf) entnommen werden.

 

 

I.V.

Uwe Bonan