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Vorlage - V 16/0182-01  

 
 
Betreff: Städtebauliche Weiterentwicklung der Ruhrpromenade
Ruhrbania Baufeld 3 und 4
Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verfasser:Herr Felix Blasch, Tel.: 6130
Federführend:Amt 61 - Amt für Stadtplanung, Bauaufsicht und Stadtentwicklung Beteiligt:Referat III
    Referat VI
   Amt 30 - Rats- und Rechtsamt
Beratungsfolge:
Planungsausschuss Kenntnisnahme
01.03.2016 
Sitzung des Planungsausschusses zur Kenntnis genommen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n
Anlagen:
Gestaltungsvorschläge  

 


Bericht:

 

Zu dem am 02.06.2015 im Planungsausschuss vorgestellten Entwurf sind Anregungen des Gestaltungsbeirats, des Planungsausschusses, der Verwaltung sowie des Preisträgers des Städtebaulichen Wettbewerbs von 2004 eingegangen.

Geprüft werden sollten folgende Punkte: Abschluss der Bebauung nach Norden, insbesondere die Positionierung eines Hochpunktes, die Grüngestaltung der Promenade sowie des Bereiches an der Brücke, die Berücksichtigung von Stadthäusern und die Überprüfung der städtebaulichen Grundfigur hinsichtlich der Öffnung zum Fluss sowie der öffentlichen Räume.

Im Rahmen der weiteren Ausarbeitung des Entwurfs wurde ein Arbeitsmodell angefertigt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse über das Verhältnis der Bauköroper zueinander und zu den öffentlichen Räumen bzw. Freiräumen führte zu einer Umplanung, die nun auch Stadthaustypen enthält. Die Grundfigur wird beibehalten, allerdings ist eine stärkere Geschlossenheit des Baublocks vorgesehen. Dies soll einerseits die Abschottung zu den verlärmten Bereichen verbessern und dadurch die Wohnqualität steigern und andererseits insbesondere den Stadthäusern eine attraktiveres Umfeld bereiten.

Stadthäuser – sowohl als Einfamilienhaus als auch als Gebäude mit mehreren Wohneinheiten – sind in der Regel eine hochwertige und gehobene Wohnungsbautypologie. Insofern ist ein hochwertiges  Umfeld eine Voraussetzung für die Vermarktbarkeit des Standorts. Die Lage am Fluss wirkt sich bereits positiv auf den Standort aus, es muss jedoch auch die „Rückseite“ mit der Erschließung ein entsprechend einladendes Bild abgeben. Der nun vorliegende Entwurf bedient sich der Erschließungsform des  „square“, wie er in englischen Städten üblich ist. Stadthäuser sind hier um eine Erschließungsanlage rund um einen grünen Mittelpunkt angeordnet. Diese Form der Erschließung verspricht durch ihren hofartigen Charakter und den Ausschluss von Durchgangsverkehr eine gewisse Privatheit und Ruhe, ohne dabei die Öffentlichkeit auszusperren. Durch die Anordnung privater Vorbereiche vor den Häusern kann eine zusätzliche Abstufung vom Öffentlichen ins Private eingebaut werden, die zu einem zusätzlichen Gewinn an Wohnqualität beiträgt. Die Bepflanzung der grünen Mitte stellt ebenfalls eine Qualität dar, vor allem für die Bewohner der „zweiten Reihe“.

Es wird empfohlen, mehrere Stadthaustypen zu berücksichtigen, nicht nur die als Einfamilienhaus genutzten. Gerade in der Abstufung der unterschiedlichen Lagequalitäten zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Ruhr bietet es sich an, hierauf mit einem differenzierten Angebot zu reagieren.

Der nördliche Abschluss kann aufgrund der Immissionssituation lediglich gewerblich - vorzugsweise als Bürostandort – oder durch eine öffentliche Nutzung belegt werden. Die Arbeit am Modell hat gezeigt, dass die Positionierung eines höheren Gebäudes an der Ecke Friedrich-Ebert-Straße/Konrad-Adenauer-Brücke einer Positionierung am Fluss vorzuziehen ist. An der großen Straßenkreuzung hat das Gebäude genug Raum, um zu wirken und markiert ein Eingangstor zur Innenstadt, während die Flusslandschaft optisch freigehalten wird.

Es ist vorgesehen, dass die Promenade aufgrund des großzügigen Abstands der Bebauung zum Fluss einen größeren Grünanteil erhält, als im Bereich des Stadthafens und des Baufelds 2.

Umsetzungsschritte

Da auf der Fläche noch Bestandsimmobilien stehen, ist eine schrittweise Umsetzung vorgesehen und dem Entwurf nach auch möglich. Ein erster Baustein südlich des Gesundheitshauses ist auch ohne Änderung des Bebauungsplans realisierbar.

Es ist vorgesehen, mit dem städtebaulichen Entwurf nun um Investoren zu werben. Zudem soll auf Basis dieses Entwurfs ein Förderantrag für den Weiterbau der Ruhrpromenade durch die Ruhrbania GmbH und Co. KG erarbeitet werden.

 

 

I. V.

Peter Vermeulen


 


Anlage:

Gestaltungsvorschläge

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Gestaltungsvorschläge (2238 KB)